Erlebnisbericht aus dem Urlaub

Mittlerweile ist unser Urlaub auch schon gefühlte Monate her – dabei sind es erst vier Wochen. Und dabei habe ich zu diesem Thema noch gar nichts gebloggt hier. Nicht, daß es nichts zu erzählen gäbe. Aber irgendwie habe ich es nicht geschafft. Das möchte ich in den nächsten Tagen und Wochen versuchen, nach zu holen. Mal sehen, wie weit ich komme. ;-)
Bereits der erste Tag war sehr ereignisreich. Zunächst war die Anreise mehr als nur kompliziert. Erinnern wir uns kurz an letztes Jahr: Um kurz nach sechs ging unser Flieger von Köln nach Athen, dort hatten wir kurzen Aufenthalt und konnten dann um 12h mit Olympic weiterfliegen nach Naxos. Dort landeten wir um viertel vor Eins, fuhren mit dem Taxi zum Hotel und lagen kurz nach zwei bereits am Strand. Dies war auch der Plan für dieses Jahr. Wir buchten bereits im Oktober unsere Flüge nach Athen mit Germanwings, weil das ja so unglaublich günstig hätte sein sollen. Und dann begann das Warten auf den Flugplan von Olympic. Irgendwann stellten wir fest, daß wir lange auf ihn warten konnten, denn leider war Olympic im Herbst 2009 Pleite gegangen. Aber es sollte eine Nachfolgegesellschaft geben. Doch es sollte bis zum April dauern, bis dort endlich ein Flugplan erschien. Und da war der Schock groß – denn der Flieger nach Naxos ging nun um 09.30 Uhr – eine Stunde bevor wir in Athen angkommen sollten. Jetzt standen wir ein wenig auf dem Schlauch, denn unsere athen-Flüge waren gebucht. Und die Freunde von Germanwings sind ja so flexibel bei den günstigen Preisen, daß ein Umbuchen nicht in Frage kam. Eine Übernachtung in Athen wollten wir auch nicht einlegen, denn unser Hotel auf Naxos war schon gebucht und die Erfahrungsberichte in den diversen Foren waren auch nicht vielversprechend. Was also tun? Es bestand die Möglichkeit mit der Fähre von Athen nach Naxos zu fahren, aber diese legte erst um 17.30 Uhr in Piräus ab und sollte um 23 Uhr in Naxos ankommen. Das war nicht wirklich eine brauchbare Option.
Aber nach langem Hin und her fanden wir eine ganz gute Möglichkeit. Denn um 11.30 Uhr ging ein Flieger von Athen nach Santorini. Dort konnten wir dann eine recht frühe Fähre neben (15.30 Uhr), so daß wir gegen 17.30 Uhr auf Naxos ankommen sollten. Und mag es kaum glauben: es hat sogar alles funktioniert! Und als besonderes Erlebnis: Im Flieger nach Athen saß Michael Kessler neben uns.
Im Hotel angekommen bewunderten wir erst mal unser Domizil für die nächsten 14 Tage. Wir hatten nämlich ein Zimmer mit Dachterasse. Einen groben Eindruck über unseren täglichen Ausblick mag vielleicht folgendes Foto vermitteln:

Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, gingen wir erstmal essen und steuerten direkt unser Lieblingslokal aus dem letzten Jahr an: Lucullus. Und was mich am meisten schockiert hat: Der witzige Kellner, der mich an meinen alten Biolehrer erinnert hat, hat mich wieder erkannt…
Nachdem fürstlichen Mahl und einem ausgiebigen Spaziergang kamen wir müde und zufrieden um halb 11 im Hotel an. Da man vom Treppenhaus zunächst auf die Dachterasse kam und erst über die Terasse ins Zimmer, schloß ich also hinter mir die Tür zum Treppenhaus ab, damit nicht irgendwelche Leute nachts reinkommen und in unser Zimmer glotzen konnten. Dann öffnete ich die Tür zum Zimmer und legte den Schlüssel auf den Tisch. Anke war in der Küche, die ebenfalls ein separater Raum war. Ich verließ das Zimmer und hinter mir schlug die Tür zu. Und in diesem Moment mußte ich feststellen, daß die Tür von außen keine Klinke hatte. Wir waren also ausgesperrt. Und da die Tür zum Treppenhause ebenfalls abgeschlossen war, waren auch gleichzeitig eingesperrt. Jetzt war guter Rat teuer. Von der Terasse konnten wir auf die Balkone der Etage unter uns schauen und dort saß ein niederländisches Ehepaar. Meine Frau hat die beiden angesprochen, woraufhin sich die beiden zu Tode erschrocken haben. Da wir wußten, daß an der Eingangstür ein Schild mit vier Telefonnummern hing, baten wir die beiden uns die Nummern raus zu suchen, damit wir den Hotelbesitzer anrufen konnten und so aus der mißlichen Lage befreit wurden. Der Holländer war sehr freundlich und ging also runter. Er kam mit der ersten der vier Nummern wieder. Und natürlich war dort keiner zu erreichen. Also ging der Holländer wieder runter und kam mit der zweiten Nummer wieder hoch. Auch dort konnten wir keinen erreichen. Und so ging unser Nachbar ein drittes mal runter und war diesmal immerhin so schlau mit den BEIDEN verbliebenen Nummern zurückzukommen. Aber auch diese Versuche blieben erfolglos. Wir sahen uns schon auf der Dachterasse frierend übernachten, aber der Holländer hatte noch die famose Idee, im Nachbarhotel zu fragen. Und die wußten, daß der Hotelbesitzer auf einer Feier war und so konnte man ihm Bescheid sagen, daß sich zwei dumme Touris in seinem Hotel ausgeschlossen hatten. Und so warteten wir auf unsere Rettung. Lange mußten wir Gott sei Dank nicht warten und da kam unser Retter in der Not. Die Lacher waren natürlich sehr groß und wir sicher das Gesprächsthema Nummer Eins in unserer Pension. Denn am nächsten Tag wurden wir von der Hotelangestellten mit den Worten begrüßt: “Na, habt Ihr draußen geschlafen?”
Nach diesem ersten Tag waren wir erstmal bedient… ;-)

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One Response to Erlebnisbericht aus dem Urlaub

  1. Daniel (3 comments)

    Sehr cool. ließt sich wie eine gute Mischung aus Strand und Kultur – genauso einen Urlaub brauche ich auch! und Griechenland dürfte ja z:Zt wegen der Eurokriese recht günstig sein…

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