Das Facebook-Like-Button-Problem

Seit einiger Zeit geistert durch die Medien die Meldung, daß der der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar und oberste Datenschützer von Schleswig-Holstein Thilo Weichert gegen den Like-Button von Facebook Front machen. Sogar mit Bußgeldern in der Höhe von 50.000,-€ wird Webseitenbetreibern angedroht, die den “Gefällt-mir”-Button auf ihrer Seite einbinden. Doch wieder einmal kann sich der geneigte Beobachter nicht des Eindrucks erwehren, daß wieder mal nur eine Sau durchs Dorf getrieben werden soll. Denn wie man bei Henning Tillmann sehr gut nachlesen kann, ist das eigentliche “Problem” schon zwanzig Jahre alt. Denn schon die beliebten Webcounter sind nichts anderes als von einem externen Server erzeugtes Bild, das auf dem Server Rückschlüsse auf den Besucher zulassen. Dabei hat er auf seiner Webseite ein eindrucksvolles Beispiel eingestellt, wo eine Grafik die ermittelten Daten des Besuchers wiedergibt.

PrivacyImg - Ein interaktives Beispiel.

Denn das ganze ist kein Facebook- oder kein Google-Problem, sondern ein grundsätzliches Konstrukt. Und man weiß als Besucher nie, welche Grafiken auf einer Webseite Imformationen über einen sammeln. Dabei muß man die Grafik noch nicht mal sehen, denn häufig handelt es sich um transparte Grafiken von der Größe 1×1 Pixel. Wenn man also wirklich darin ernsthafte Probleme sieht, dann sind weder Facebook oder Google der richtige Ansprechpartner, sondern dann müßte man das Netz an sich noch mal in Frage stellen.

 

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