NPD-Chef fühlt sich diskriminiert…

Dem NPD-Vorsitzenden Udo Voigt wurde vom Besitzer eines Hotels der Aufenthalt dort verwehrt. Nun klagt Herr Voigt gegen diese “Diskriminierung“. Es entbehrt nicht einer unfreiwilligen Komik, wenn der Anwalt von Herrn Voigt geltend macht, daß in einer “freiheitlichen Demokratie” von “unseren Bürgern” Toleranz verlangt werde. Und weiter: Anders funktioniere eine demokratische Gemeinschaft nicht, “weil es zu viele Ansätze für Ausgrenzung gäbe und am Ende eine zerstückelte Gesellschaft ohne Solidarität steht”. (Quelle: SPON) Der Mann hat echt Humor…

Was macht eigentlich so ein Stattstrojaner?

Nachdem der Chaos Computer Club (CCC) den Staatstrojaner öffentlich gemacht hat, kochen die Diskussionen hoch. Vorallem die Tatsache, daß das entdeckte Programm Funktionen an Bord hat, die quasi einem Verfassungsbruch gleichkommen, lassen die Emotionen zu recht hochkochen. Bei Wortfeld.de habe ich ein gut gemachtes Video entdeckt, daß die Hintergründe sehr anschaulich darlegt – quasi wie in der Sendung mit der Maus. Nur mit sehr ernsten Hintergrund…

Ich finde diesen Vorgang schon höchst skandalös.

 

Linke Linkanfrage

Hach, Spam ist doch was feines… vorallem wenn er so gut recherchiert ist, wie folgende Mail:

Hallo,

Mein Name ist Eva Bausch und ich bin der Webmaster von Irgendsoeinescheisswebseite.net

Nebenbei arbeite ich auch für meine anderen Projekt-Webseiten und dadurch

stieß ich auf http://www.fortunecity.de/parkalleen/ruhestrasse/42/catan.html und ich schätze wirklich das gute Design und die Informationen.

Ich habe Seiten von sehr guter Qualität , von wo aus Sie verlinkt würden.

Wie Sie vielleicht wissen, Links von guter Qualität könnenauf jeden Fall

helfen beim Page Rank, Verkehr und bei höherer Platzierung in den wichtigsten Suchmaschinen

wie Google, Yahoo und Bing.

Sollten Sie Interesse an weiteren Details haben, dann melden Sie sich bitte zurück bei mir

und ich werde Ihnen den perfekte Vorschlag für Ihre Website machen, der bei der Verbesserung

Ihrer Website in allen Aspektenhilft-

Hoffebaldvon Ihnen zu hören und einen schönen Tag wünsche ich Ihnen

Mit freundlichen Grüßen,

Eva Bausch

Liebe Eva,

vielen Dank für Deine Mail. Erstens habe ich die obengenannte Seite seit bestimmt zehn Jahren nicht mehr gepflegt. Zweitens sollte doch jedem bekannt sein, daß Fortunecity.de seit dem 01.05.2008 sein Freehosting-Geschäft aufgegeben hat. Und drittens: Selbst wenn ich wollte, wüßte ich nicht, wie ich auf dieser Seite Links unterbringen könnte… ;-)

Aber danke für das Lob: Das Design ist wirklich gut…

Eil +++ Bitte verwenden Sie die Meldung zum Deutschen Fernsehpreis nicht rpt nicht vor Ablauf der Sperrfrist. Die Meldung hat Sperrfrist 3. Oktober 2300

Man stelle sich vor: Viele der deutschen Tageszeitungen machen Front gegen die Gratuiskultur im Internet und kritisieren zum Beispiel Gratisangebote wie die Tagesschau-App, weil sie befürchten, daß ihre eigenen kostenpflichtigen Apps dadurch Kunden verlieren. Und daß man für die diversen Apps Geld bezahlen soll, um die Nachrichten der jeweiligen Zeitung dort zu lesen, wird mit der außerordentlichen Qualität begründet.

“Die Zukunft des markengebundenen Qualitätsjournalismus liegt weltweit in den digitalen Vertriebskanälen”

Was nun der Qualitätsjournalismus konkret bedeutet, hat DWDL heute morgen auf seiner Webseite dokumentiert. Da findet am 02.10. die Verleihung des Deutschen Fernsehrpeises statt. Und da man diese Verantstaltung nicht live zeigen will/kann/darf (warum auch immer, aber das ist eine andere Frage), sondern als eine Aufzeichnung am 03.10. zeigen wird, sind die entsprechenden Meldungen der Preisträger mit einer Sperrfrist versehen worden. Damit können die Verlage ihre Meldungen schreiben und haben zum Beispiel in der Dienstagsausgabe einen Artikel über den Deutschen Fernsehpreis. So weit, so gut.

Nun sind die Qualitätsportale so gut, daß sie einfach die dpa-Meldung, die dann über den Ticker kommt, sofort in ihre Webseite einbauen. Und weil dpa die Meldung mit einem eindeutigen Hinweis versehen hat, daß diese Meldung nicht sofort veröffentlichen darf (Eil +++ Bitte verwenden Sie die Meldung zum Deutschen Fernsehpreis nicht rpt nicht vor Ablauf der Sperrfrist. Die Meldung hat Sperrfrist 3. Oktober 2300), haben die Verlage mit den Qualitätsjournalisten ihre Arbeit in bester Manier gemacht und so sahen einige Webseiten heute morgen so aus:

Und weil der individuelle Qualitätsjournalismus durch Vielfalt auszeichnet, unterscheiden sich alle Angebote signifikant:

(Man beachte hierbei die Quellenangabe: n-tv.de/dpa! Andere sind wegen falscher Zitatweise schon mal gestolpert.). Da lohnt sich ja, daß man als Konsument Geld für die detaillierte Recherchearbeit der Journalisten ausgegeben hat… ;-) Bei DWDL kann man schön sehen, daß durch die automatisierte Übernahme der Argenturmeldungen das Angebot der regionalen Zeitungen austauschbar ist.

Nun ist mir auch klar, daß vorallem regionale Verlage nicht das Geld haben, nachts eine Heerschar an Journalisten für das Sichten und Recherchieren von Argenturmeldungen anzustellen. Aber es stellt sich die Frage, ob überhaupt Argenturmeldungen automatisiert in das Internetangebot übernommen werden müssen. Und das machen ja nicht nur die kleinen Zeitungen, sondern eben auch die großen Verlage (z.B. Springer, wie man oben sieht und die Bild war ja auch vorne mit dabei). Genau jene Verlage, die gerne ihre Inhalte kostenpflichtig anbieten würden und das mit der unglaublichen Qualität ihrer Angebote begründen. Und da würde ich sagen: da ist noch Luft nach oben…

 

Erster Eindruck von Windows 8

Nach dem Artikel im SPON, wo die Möglichkeit beschrieben wurde, wie man Windows 8 gefahrlos in VirtualBox ausprobieren kann, habe ich – neugierig wie ich bin – das gleich mal ausprobiert. Von der Microsoft-Seite habe ich mir die ISO-Datei für die Installation heruntergeladen. Nach dem Einrichten der virtuellen Maschine hat VirtualBox auch tatsächlich von der virtuellen Installation-DVD gebootet und mit der Einrichtung von Windows 8 begonnen. Nach einer halben Stunde konnte ich mich dann zum ersten mal bei Windows 8 anmelden.

Man merkte sofort, daß hier Microsoft auch den mobilen Markt wie Smartphones und Tablet-PC mit Windows 8 erobern will, denn das neue Betriebssystem startet nicht im Destop-Modus sondern im Kachelmodus, so wie man ihn vom aktuellen Windows-Telefonbetriebssystem kennt.

Inhalt dieser Kachelansicht ist im wesentlichen das, was man heute hinter dem Start-Button findet: nämlich einige Kontrolleinstellungen sowie die installierten Programme, die man neudeutsch Apps nennt. Dabei die klassische Windows-7-Desktop-Oberfläche auch als Kachel zu finden. Die Idee, die dahinter steckt, die Kachelansicht als Standardansicht zu nutzen, ist die, daß ein Tablet-PC in einer benutzerfreundlichen Touchscreen-Umgebung startet. Der Nachteil ist der, daß das mit der Maus nicht soviel Spaß wie mit dem Finger. Die Größe der Kacheln läßt sich auch nicht einstellen (jedenfalls habe ich dazu nichts gefunden).

Wenn in die Desktop-Übersicht wechselt, bekommt man einen fast leeren Desktop zu sehen. Beim Aufruf der klassischen Windows-Programme, fällt auf, daß die Ribbon-Oberfläche, wie man sie aus Office kennt, nun überall Einzug gehalten hat.

Hinter dem Start-Button verbirgt sich eigentlich nur noch, der Wechsel in die Kachelansicht, die Geräteübersicht und  eine Suchmaschine für den Rechner. Bei den installierten Apps sind recht interessante Programme mit dabei, die heutzutage auch als Muss angesehen werden: zum Beispiel eine Twitter-Anwendung oder eine Facebook-App. Die Anordnung der App kann leicht mit Drag-and-Drop verändert werden, so daß man wichtige Programme vorne hat – weniger wichtige hinten.

Bei den Apps fällt auf, daß diese nicht im Fenstermodus ausgeführt werden. Und wenn die App verläßt wird sie nicht beendet, sondern belegt weiter Speicher, wie man im folgenden Bild erkennen kann:

Ich habe bisher nur die Möglichkeit gefunden, Apps durch den Taskmanager in der klassischen Oberfläche zu beenden. Ich hoffe, daß es da einen anderen Weg gibt, denn das erinnert mich frappierend an Android. Dort finde ich es auch ziemlich nervig, daß man als erstes einen Taskkiller installieren muß, damit nicht zuviel Speicher von Apps im Hintergrund gefressen wird.

Es gibt auch einen App-Store, der jedoch momentan nicht wirklich vor Angeboten überläuft:

Fazit: der erste Eindruck ist recht gut. Man hat bei Microsoft versucht, ein Betriebssystem zu entwickeln, daß sowohl den klassischen PC als auch die neuen mobilen Geräten bedienen soll. Ob dieser Kompromiss immer gelungen ist, kann ich noch nicht final sagen. Die Kachelansicht hat ihren Charme. Keine Frage. Aber es gibt Aspekte, die ich noch ungelöst betrachte. Zum Beispiel daß die Größe der Kacheln nicht einstellbar sind oder daß die Apps nur im Vollbild laufen und sich auch nicht so einfach stoppen lassen.

Piraten entern Parlamente…

Im Nachgang der Berlin-Wahl findet sich ein höchst interessanter Artikel bei SPON. Dort analysiert man aus meiner Sicht treffend die politische Situation in Bezug auf den deutlichen Erfolg der Pitatenpartei. Und er zeigt das eigentliche Versagen der etablierten Parteien auf. Denn so wie die damals etablierten Parteien das Aufkommen der Grünen nicht ernst genommen haben, werden die Piraten nicht ernst genommen. Bereits zur Bundestagswahl wurde von verschiedenen Seiten versucht, die Piraten als Kinderporno-Befürworter zu diffamieren. Oder es wurde moniert, daß die Piratenpartei eine Ein-Themen-Partei wäre und deswegen keine Erfolge eringen könnten. Aber bei fast allen Wahlen haben die Piraten immerhin um die 2 Prozent der Stimmen erringen können (und befindet sich damit auf Augenhöhe der letzten Wahlergebnisse der F.D.P.). Aber viel wichtiger ist die Tatsache, daß der Anteil bei Jungen Wählern deutlich höher war. Nun haben Sie mit annähernd 9% der Stimmen erstmalig den Einzug in ein Landesparlament geschafft. Wenn man sich die Relationen anschaut, kommen schon interessante Erkenntnisse heraus. Der Stimmenanteil der Piraten ist mehr als 4mal so hoch wie der F.D.P. (wobei die wiederum nur marginal mehr Stimmen als die Tierschutzpartei erhalten haben). In einigen Stimmbezirken hat die Piratenpartei auch mehr Stimmen als die CDU erringen können.

Wie auch bei Heise richtig erkannt wird: Wir haben es hier nicht mit einer klassischen Protestpartei zu tun, wie sie schon oft kurzzeitig bei einer Landtagswahl aufgeflackert sind (STATTpartei, Schill, …). Hier haben sich junge Menschen zusammengefunden (gerne mal abwertend als Nerds bezeichnet), die sich schlicht und ergreifend von der Politik unverstanden fühlen. Was auch nicht verwunderlich ist: viele der jungen Menschen nutzen die neuen Medien selbstverständlich: Facebook, Google+, Twitter, … Das ist Teil deren Lebens. Auf der anderen Seite Politiker der etablierten Parteien, deren Antwort auf das neue Medium Zensur, Regulierung und Vorratsdatenspeicherung ist. Und die mit Vorschlägen kommen, die dem Kenner des Internets die Sprache verschlagen: Da werden zum Beispiel Sendezeiten von Webseiten diskutiert, als wäre das Internet gleichzusetzen mit dem Fernsehen oder dem Rundfunk. und vorallem wird nicht verstanden, daß das Internet ein globales Phänomen ist. Der Webseitenbetreiber aus Brasilien interssiert sich einen Scheißdreck für “Sendezeiten” in Deutschland. Die Krönung der geballten Internet-Inkompetenz war ja das Gesetz zu Web-Sperren im Kampf gegen die Verbreitung von Kinderpornographie über das Internet, das sicherlich maßgeblich zum Erstarken der Piraten beigetragen hat. So viel hanebüchene Dummheit in einem Gesetz manifestiert zu sehen, hat sicher bei vielen Netznutzern den Kamm schwellen lassen. Und eigentlich hätten die Ergebnisse der Bundestagswahl, wo die Piraten immerhin fast 2% erzielt haben, zu Denken geben können. Nein, es wird mit Arroganz reagiert. Frau Künst sprach noch vor der Wahl, daß man die Piraten “resozialisieren” wolle. Klingt ja fast so, als wäre Piraten “asozial”. Nun ja, gut möglich, daß der Erfolg der Piraten den Grünen den Traum vom regierenden Bürgermeister vermasselt haben. Immerhin haben die Grünen 17.000 Wähler an die Piraten verloren.

In der Praxis müssen die Piraten nun ihre Alltagtauglichkeit unter Beweis stellen. Man muß sich vor Augen halten, daß es sich hierbei um reine Politamateure handelt. Aber auf die leichte Schulter sollten die etablierten Parteien die Anliegen und die Wählerschaft, die dahinter steht auf keinen Fall.

 

 

Ein Fußballfan, der mitleidet

Als Fan des 1.Fc Köln bin ich einiges an Kummer gewöhnt. Aber so wie Tano Pasman aus Argentinien habe ich noch nie mit meinem Verein mitgefiebert… immerhin geht es hier gegen den Abstieg

Ein Nachruf auf Loriot

Der Artikel findet sich nun HIER

Sein Name war Lohse, er kaufte hier ein

Der Artikel befindet sich nun hier…

10 Sätze, die wir leider nie von einem Poltiker zu hören bekommen

10. “Wir haben bei dieser Wahl 10% weniger Stimmen errungen und damit die Wahl ganz klar verloren.”

9. “Das Urteil des Bundesverfassungsgericht macht uns deutlich, daß wir bei der Gesetzgebung geschludert haben.”

8. “Eine Diätenerhöhung in dieser wirtschaftlichen Lage finde ich mehr als unangebracht.”

7. “Ja, ich weiß, daß ich letztes Woche das genaue Gegenteil gesagt hatte, aber mittlerweile habe mich zu diesem Thema informiert und habe deswegen meine Meinung geändert.”

6. “Ich muß zugeben: Ich habe nicht verstanden, wie das Internet funktioniert.”

5. “Unser Koalitionspartner geht mir auf den Sack.”

4. “Der Vorschlag der Opposition ist viel besser als unserer Gesetzentwurf – wir werden diesen Vorschlag daher vorbehaltlos im Bundestag unterstützen.”

3. “Tut mir leid! Von diesem Thema habe ich keine Ahnung und deswegen kann ich mich auch nicht dazu äußern.”

2. “Ja!”

1. “Nein!”

 

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